U wie Übertraining
Training soll fit, gesund und leistungsfähig machen.
Dennoch passiert es manchmal, dass Menschen trotz ausreichendem
Training immer schwächer, müder und gereizter werden.
Das liegt oft daran, dass zwar genug trainiert wird, aber
nicht genug entspannt. Erholungsphasen sind genau so wichtig
wie Trainingsphasen! Denn erst nach dem Training, bei tiefer
Entspannung kann sich der Körper an die Belastungen anpassen,
Muskeln aufbauen und Schäden reparieren. Auch eine Ursache
für Übertraining kann eine Mangelernährung
sein. Wenn die Nährstoffe fehlen, die der Körper
zum Aufbau von Muskelgewebe und zum Erbringen einer Leistung
braucht, dann wird der Mensch immer schneller erschöpft,
reagiert leicht aggressiv und der Appetit bleibt entweder
noch weiter aus oder eine plötzliche und ungesunde Gewichtszunahme
tritt ein. Sogar Depression kann Folge eines Übertrainings
sein, meist ist der Übertrainierte besonders ehrgeizig
oder steht aus Gründen des Wettkampfes unter starkem
Leistungsdruck, was dann eben die Tendenz verstärkt,
mehr zu trainieren und weniger zu ruhen. Da solch zielstrebige
Personen durch die Folgen des Übertrainings sich in ihrem
Ehrgeiz gebremst fühlen und beginnen, gegen sich selbst
und ihren Körper anzukämpfen, nimmt der Frust schnell
überhand, denn der Sportler kann gegen seinen Körper
nicht gewinnen. Oft werden Leistungssportler von Außenstehenden
kritisiert, wenn die Leistung abnimmt, was den Teufelskreis
nur verstärkt.