S wie Schönheitswahn
Wer viel trainiert, der bemerkt auch bald die Auswirkungen
des Sportes auf den Körper. Die Haut wird gestrafft,
die Muskeln verleihen dem Körper Attraktivität,
Fett wird verbrannt. Man fühlt sich rund um schöner,
aktiver und man erkennt, dass man seine Ziele erreichen kann.
Doch bei vielen Menschen setzt die wohlverdiente Zufriedenheit
leider nicht ein. Durch die Trainingserfolge werden zwar Verbesserungen
am körperlichen Erscheinungsbild festgestellt, doch angetrieben
von Perfektionismus, kann er gar nicht gut genug aussehen.
Ein mangelndes Selbstwertgefühl bestimmt das Leben der
Personen, die dem Schönheits- und dem Fitnesswahn verfallen.
Denn jeder noch so kleine körperliche Makel wird als
persönliches Versagen gedeutet, der Körper wird
kasteit und gequält, bis der Makel verschwindet. Doch
dann entdeckt man schnell den nächsten. Oft rutscht solch
ein Verhalten schnell in zwanghafte Vergleiche mit anderen
ab und bald stellt das an sich gesunde Training eine Gefahr
für die Gesundheit dar. Denn nicht selten greifen Menschen
im Schönheitswahn zu Abführmitteln, aufputschenden
Drogen, Anabolika, entwickeln Essstörungen oder entdecken
immer mehr vermeintliche "Fehler" in ihrem Aussehen,
die durch exzessive Solarium-, Kosmetik- Besuche bis hin zu
plastischen OP's kaschiert werden sollen. Die Psyche leidet
darunter ebenso wie der Körper. Verhindern kann nur Selbstliebe,
Entspannung und berechtigtes Lob für erbrachte Leistungen
diese Entwicklung. Seien Sie also stolz auf sich und auf jede
Trainingseinheit, die Sie absolviert haben. Sport ermöglicht
es den Körper, die Fitness und das Leben zu genießen.
Und wer nicht genießt, wird ungenießbar!