P wie Psyche und Pädagogik
Da sportliche Betätigung Aggressionen in positive Kraft
verwandeln kann, wird das Fitness- Training oft auch im Zuge
von Psychotherapien, aber auch als pädagogisches Element
empfohlen. Vor allem das Training am Boxsack bringt neben der Verbesserung von Schlagkraft und Kondition auch ein mentales Training mit sich. Menschen, die sich in sozialen Gefügen nicht
gut integrieren können, werden meist Team- Sportarten
nahe gelegt. In Team- Sportarten muss jeder für sich
stark sein, aber immer das Wohl der Gruppe, des Teams im Kopf
haben. Denn ein noch so guter Spieler geht in einem Team-
Sport unter, wenn nicht alle zusammenhalten. Außerdem
können schüchterne Personen so unter Leute kommen,
haben aber im Gegensatz zu Treffen in der Freizeit einen Grund,
ein Ziel und das Kommunizieren steht nicht ganz an erster
Stelle. Die Hemmungen fallen aber schnell, wenn man dem anderen
etwa zurufen muss, dass man frei steht oder Taktiken vereinbart
werden müssen. Die Begeisterung, die während Ausüben
einer Sportart entsteht, kann auch depressiven Menschen schnell
wieder neue Perspektiven geben. Die körperliche Betätigung
regt außerdem die Produktion der Glückshormone
an, mögliche Siege lassen das körpereigene Belohnungssystem
arbeiten. Aggressive Personen finden im Sport oft ein Ventil
für unberechenbare Kräfte und nach dem Sport tritt
unweigerlich die Entspannung ein, die solche Personen oft
von alleine nicht erreichen können. Auch der Aspekt des
Wettkampfes ist pädagogisch wertvoll und kann Menschen
mit einem geringen Selbstbewusstsein aufbauen. Denn durch
Sport wird der Mensch einerseits konkurrenzfähig, allerdings
verschwindet andererseits übermäßiges, unnatürliches
Konkurrenzdenken, da man sich seiner eigenen Fähigkeiten
bewusst wird und, eben bei Team- Sportarten, lernt, dass es
unproduktiv ist, andere Mitspieler nicht in ihren Fähigkeiten
zu fördern.